BSW-Kreisverband Jena-Saale-Holzland spricht sich entschieden gegen Musterungszentrum der Bundeswehr in Jena aus
Der Jenaer BSW-Landtagsabgeordnete Dirk Hoffmeister und die Kreisvorsitzende des BSW Jena-Saale-Holzland, Patrizia Hertlein, sprechen sich entschieden gegen die Pläne zur Einrichtung eines Musterungszentrums der Bundeswehr in der Goethe Galerie aus.
„Jena ist eine friedliebende Stadt. Dass hier künftig junge Menschen für den Wehrdienst gemustert werden sollen, steht unserer Stadt nicht gut zu Gesicht. Jenaer Schülerinnen und Schüler sind nicht die Personalressource der Bundeswehr. Statt auf Aufrüstung zu setzen, müssen wir alles dafür tun, Frieden, Diplomatie und Verständigung zu stärken", erklärt Hoffmeister.
Auch die BSW-Kreisvorsitzende Patrizia Hertlein lehnt die Entscheidung deutlich ab:
„Natürlich verstehen wir, dass sich die Goethe Galerie über einen langfristigen neuen Mieter freut, der letztlich aus den milliardenschweren Aufrüstungsprogrammen finanziert wird. Besonders perfide ist, dass ein Musterungszentrum künftig im zentralen Einkaufszentrum und somit im Alltag von Kindern und Jugendlichen präsent sein soll. Jena braucht keine Musterungszentren und keine Patenschaften für Kriegsschiffe."
Das Musterungszentrum als Stärkung des Wissenschaftsstandortes zu verkaufen, ist ein Etikettenschwindel. Militärbürokratie schafft keine Innovationen. 50 Stellen in einer Musterungsbehörde bringen Jena keinen wissenschaftlichen Fortschritt. Die Lichtstadt Jena als Wissenschaftsstandort braucht Investitionen in zivile Forschung und echte Innovatioen.